WER ERZÄHLT UNS
DIE GESCHICHTE(N)?

Komische Pinakothek München- Das Konzept

In München entstand das erste politische Kabarett der Elf Scharfrichter, hier provozierte der berühmte Simplicissiumus mit seiner Starzeichner-Schar: von Arnold bis Gulbransson, von Th. Th. Heine bis Thöny. Spitzweg spießte das Spießbürgertum auf, Karl Valentin setzte ihm ein tragikomisches Denkmal.
Wedekind ging hier für seine Frechheiten in den Knast, Erich Kästner rieb sich an der Provinzialität, Ringelnatz dichtete ironisch und Wilhelm Busch veröffentlichte seine ersten Boshaftigkeiten. Loriot liebte München und lebte hier (zumindest ganz nah!) und Dieter Hildebrandt ätzte human gegen Korruption. Das alles ist große Geschichte mit vielen Geschichten. Nur erzählen tut man sie hier (bisher) nicht. Dabei gibt es bis heute eine lebendige Tradition, die nur ein ständiges Podium bräuchte.

DIE WELTSTADT MIT NERZ
OHNE HERZ FÜR SCHERZ?

Komische Pinakothek München - DIE WELTSTADT MIT NERZ OHNE HERZ FÜR SCHERZ?

Reich samma – zumindest gibt’s genug Gspickte, wie man hier sagt. Aber wo bleibt die Komische Pinakothek? Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit – soll der Valentin gesagt haben. Wir packen’s an: Ziel ist es, Öffentlichkeit zu gewinnen und Staat und Stadt zu überzeugen, welcher Gewinn eine Komische Pinakothek für die Landeshauptstadt wäre. Und die Dax-Unternehmen können ruhig auch mal – statt global zu playen – lokal handeln: nicht mit nüchternen Aktien, sondern mit einer Investition in den satirischen, kritischen Geist. Und das hat genau hier in München seinen besonderen Sinn. Deshalb unterstützen uns auch Gerhard Polt, Hurzlmeier, Zimnik, Haitzinger, Dieter Hanitzsch, Glück, Haderer, Klama, Ungerer, Reiser und Janosch uva.

WAS ALSO
BRAUCHEN WIR?!

WAS ALSO BRAUCHEN WIR?!

Ein Dach über dem Kopf! Aber das ist in München keine leichte Sache, vor allem, wenn es zentral sein soll. Bisher sind wir nur Wanderer mit einzelnen Ausstellungen z.B. Loriot im Literaturhaus München. Allein in den „Langen Nächten der Museen“ haben jährlich 1200 Kunstfreunde mit Humor bei uns vorbeigeschaut. Einige Quadratmeter brauchen wir für obskure Objekte, freche Zungen, Bühnenpräsenz, das Archiv ohne Staub und einen witzigen Laden.

EINE KOMISCHE PINAKOTHEK
WÄRE DER GIPFEL

EINE KOMISCHE PINAKOTHEK WÄRE DER GIPFEL

… der frechen Satire. Denn in einer Komischen Pinakothek würden Sammlungen zusammen fi nden, die im Fundus verstauben – privat, bei Stadt oder Staat. Zeichnungen, Zeitschriften, Karikaturen, Comics, Installationen und Filme, alles wäre offen. Ein Archiv würde angelegt, Forschung möglich. Sammler wollen schon ihre Sammlungen stiften, weitere könnten angekauft werden.
Und hat nicht sogar Loriot die Idee genial gefunden, Satiren in München zu zeigen? Eine Bühne wird für Live-Atmosphäre sorgen mit Kabarett, Musik und Literatur. Und im Verbund mit anderen satirischen Museen werden witzige, spitze Spitzen-Ausstellungen keinen Bogen mehr um München machen.
Das Museum Komische Pinakothek wäre das Gipfeltreffen der Satire.